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Auch in der schriftlichen Kommunikation ist es wichtig, den Menschen gegenüber als Adressaten der Mail immer im Blick zu haben.

Tipps für gute Kommunikation – für ein gutes Miteinander

Sie schicken eine E-Mail ab, finden Ihre Formulierung freundlich – und erhalten eine frostige oder gereizte Antwort zurück. Ein Moment, in dem man sich fragt: Was ist da schiefgelaufen? Wir brauchen eine gute, wohlwollende und konstruktive Kommunikation. Auch im schriftlichen Austausch.

Gut gemeint – falsch verstanden

Denn im schriftlichen Austausch fehlt das, was unsere Kommunikation menschlich macht: Tonfall, Mimik und Gestik. Was in unserem Kopf gut klingt, kommt beim Gegenüber möglicherweise ganz anders an. Gerade im beruflichen Alltag – unter Zeitdruck und mit Fokus auf Effizienz – formulieren wir häufig knapp und sachlich. Für uns klingt das normal, für andere vielleicht kühl oder gar unhöflich.

Besonders herausfordernd wird es, wenn wir mit Kolleginnen oder Kollegen kommunizieren, mit denen wir nur selten Kontakt haben – denn man kennt sich nicht und es fehlt das Vertrauenspolster, das eine nicht gut gewählte Ansprache verzeihen bzw. richtig einordnen lässt. Ähnlich kann es bei der Kommunikation zwischen Führungskräften und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sein. Das Resultat: Es kommt schnell zu Missverständnissen.

Die gute Nachricht: Ein bisschen mehr „Menscheln“ lässt sich leicht in Ihre E-Mails integrieren – ganz ohne Floskeln oder Kitsch. Es geht dabei nicht darum, sich zu verstellen, vielmehr darum, Wertschätzung für unser Gegenüber, die Empfängerin oder den Empfänger, zu zeigen. Schon kleine Änderungen haben große Wirkung.

Kleine Änderungen – großer Effekt

Gute Kommunikation braucht kein Extra-Meeting und keine Zusatzsoftware. Wenn wir lernen, auch im Schriftlichen die Empfängerin oder den Empfänger unserer Nachricht mitzudenken, vermeiden wir Missverständnisse und schaffen ein angenehmeres Miteinander.

Also: Schreiben Sie, wie Sie selbst gerne angesprochen würden. Freundlich, klar und auf Augenhöhe.

Denn ein gutes Miteinander beginnt oft mit einer gut formulierten Nachricht.

Alltagstaugliche Tipps für sympathische Mails mit Wirkung:

  1. Starten Sie mit einer kurzen, menschlichen Einleitung.
    Zum Beispiel: „Ich hoffe, Sie sind gut in die Woche gestartet“ – das signalisiert: Hier schreibt ein Mensch, kein Automat.
  2. Vermeiden Sie bürokratische Floskeln.
    Anstatt „Anbei übersende ich Ihnen die Unterlagen“ ist es vielleicht besser, zu schreiben: „Hier kommen die Unterlagen – melden Sie sich gerne, wenn noch Fragen offen sind.“
  3. Lesen Sie sich Ihre Nachricht einmal laut vor.
    Klingt sie freundlich und wohlwollend – oder eher fordernd und gestresst? Wenn Letzteres zutrifft, lohnt sich ein kurzer Feinschliff.
  4. Nutzen Sie Emojis mit Bedacht.
    Ein passender Smiley kann helfen, die Tonlage besser einzuordnen – gerade in heiklen oder emotionalen Themen. Aber nur da, wo es wirklich passt.
  5. Der letzte Eindruck zählt.
    Anstatt „Ich bitte um zeitnahe Rückmeldung“ lieber „Ich freue mich, von Ihnen zu hören.“
  6. Eine persönliche Anrede macht jede Nachricht zugänglicher.